Tintenfleckgelüge

Soviel wollt ich noch sagen
Hab es stets verschoben
Hab mich an meinen Worten
Jeden Tag verhoben

Ein eckiger Kreis
In dem ich mich seh
Tintenfleckgelüge
In dem ich mich verdreh

Ich weiß ich sollte
Und frag mich warum
Ich weiß ich kann
Doch stell mich dumm

So wiederholt es sich
Und ich find nicht hinaus
Mein Leben denk ich
Mir abends einfach aus

Advertisements

Zwischen Den Fenstern

Wir sitzen einander
Schlag an Schlag
Doch zum reden
Fehlt uns der Mut

Die Bahn sie fährt
Und du hörst
Ein Lied das nur
Für dich bestimmt

Wir schenken uns
Ein zweifelnd Lächeln
Einen Stern
Zwischen den Fenstern

Deine Reise endet nun
Doch dieser Traum besteht
Ich bleibe sitzen
Warte bis er vergeht

Des Schlafes Blaue Leere

Warum warst du bei mir
Wenn es nicht für immer war
Und warum warst du hier
Mir so nah

Wenn alles doch nur
Für immer wäre
Wie der Tod – des Schlafes
Blaue Leere

Und bevor alles vergeht
Seh ich dich noch im Zwielicht
Doch wenn der Tag anbricht
Bist du nicht hier

Im Schlaf bist du mir so nah
In der Nacht für immer da
Ich wünscht ich könnt‘ gehen
Dann wärst du für immer bei mir

Frühlingsmeer

Ich hör im Morgengrauen
Dein Lachen hier
Es ist als wär der Tag
Ein Teil von dir

Ich seh Vögel
Deine Lieder tanzen
Wie sie im Stamm ihrer Heimat
Deinen Namen stanzen

Der Morgentau gefriert
In den Venen aller Blätter
Und deine Augen sind
Der Wind und all das Wetter

Und wenn der Nebel
Deine Stimme bringt hier her
Dann denk ich mir
Dass jeder Tod doch vergebens wär

Wenn ich diese Liebe hör
Im frischen Frühlingsmeer
Dann wünsch ich mir so sehr
Dass ich noch am Leben wär

So sehr…
Und so lang ist es her

In Jedem Morgenschein

Die Erinnerung erstarrt
In jedem Morgenschein
Bin ich doch hier
Fernab von dir so ganz allein

Ich quäle mich
Mit all den alten Sorgen
Warum nur
Bin ich damals nicht gestorben

Es Dreht Sich…

Und es dreht sich
Noch immer Kreis
Um Gefühle herum
Von denen ich nichts weiß

Dehnt Erinnerung
Verfrorenes Glas
Wie einer dieser Briefe
Die ich niemals las

Und es dreht sich
Nur noch um dich
Wo du nun bist
Ganz ohne mich

Und bleibt es stehen
Ertrinkt es in Vergangenheit
Am grünen Wasser
Meiner Einsamkeit

Farbennebel

Ich blicke in Augen
Die den deinen gleichen
In Irisfarben
Die dem Mond weichen

Fange Träume
Verschollen im Wind
Singe Lieder, in denen
Wir zusammen sind

Blau weint der Mond
Im Nebel deiner Farben
Schleiche durch die Wüste
meiner alten Narben

So fang mich hier
Oder lass mich fallen
Meine Worte stets
Sich in deine Farben krallen